Kontaktfreie Ultraschallprüfung

Wir erkennen verborgene Fehlstellen mit höchster Präzision, ganz ohne Kontakt und ohne Koppelmittel

Die Ultraschallprüfung (UT) ist ein unverzichtbares Werkzeug der Qualitätssicherung in der materialverarbeitenden Industrie. Insbesondere in sicherheitskritischen Sektoren wie der Automobil- und Luftfahrtindustrie trägt sie entscheidend zur Bauteilsicherheit bei. Konventionelle, kontaktbasierte UT-Verfahren sind dabei auf Kopplungsmedien wie Wasser oder Gel angewiesen, um den Ultraschall effizient in das Bauteil zu übertragen. 

Mit der Laser-Excited-Acoustics-Technologie (LEA) macht XARION die Ultraschallprüfung vollautomatisch möglich, ganz ohne Wasser, Gel oder Probenvorbereitung.

  • LEA steht für Laser-Excited Acoustics. Es ist ein trockenes, kontaktfreies Ultraschallprüfverfahren. Ein Laser erzeugt dabei den Ultraschall, und XARIONs Optisches Mikrofon erfasst ihn. Weil weder Wasser noch Gel noch Prüfkopfkontakt nötig sind, eignet sich LEA besonders für wasserempfindliche Materialien, beschichtete oder raue Oberflächen, komplexe Geometrien sowie heiße oder bewegte Bauteile. Auch für automatisierte Prüfprozesse ist das Verfahren ideal. Klassische Laser-Ultraschallsysteme erfassen Oberflächenschwingungen meist interferometrisch. XARION setzt dagegen auf ein Optisches Mikrofon. Das macht den Empfänger deutlich unabhängiger von Reflexionsvermögen, Rauheit oder Beschichtung der Oberfläche.

  • LEA lässt sich auf zahlreiche technische Werkstoffe anwenden: Verbundwerkstoffe, Metalle, Keramiken, keramische Matrix-Verbundwerkstoffe (CMC), Klebeverbindungen, Honeycomb-Sandwichstrukturen, Batteriekomponenten und mikroelektronische Baugruppen. Die passenden Systemkonzepte reichen vom kleinen Laborscanner bis zur roboterbasierten Prüfzelle für große oder gekrümmte Bauteile. Welche Bauteilgröße im Einzelfall geeignet ist, hängt von der Zugänglichkeit, der Scan-Auflösung, dem Durchsatz und dem Automatisierungsgrad ab.

  • Zu den typischen Anzeigen zählen Delaminationen, Disbonds, Lunker, Porosität, Einschlüsse, Risse, mangelhafte Verklebungen und Dickenschwankungen. Wie klein ein Fehler noch zuverlässig erkannt wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Material, Geometrie, Fehlertyp und -tiefe, Prüfaufbau, Scan-Raster, Signal-Rausch-Verhältnis sowie die jeweiligen Abnahmekriterien. Für den Produktionseinsatz wird die Nachweisbarkeit deshalb in der Regel an repräsentativen Referenzproben mit bekannten Fehlern validiert. Für Machbarkeitsmessungen wenden Sie sich gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

  • LEA lässt sich im einseitigen Impuls-Echo-Verfahren, im Durchschallungsverfahren oder im Pitch-Catch-Verfahren mit geführten Wellen (Guided Wave) einsetzen.

  • LEA-Systeme sind von Grund auf für die industrielle Integration ausgelegt. Sie lassen sich in manuelle Prüfstationen, teilautomatisierte Anlagen oder vollautomatisierte Produktionslinien einbinden. Dafür stellt XARION eine Erfassungs- und Softwareschnittstelle bereit, die sich mit praktisch jedem System verbinden lässt.

  • Die LEA-Daten werden mit XARION-Hardware erfasst und mit der hauseigenen Software LEAstudio ausgewertet. Sie visualisiert A-Scan, B-Scan und C-Scan und exportiert die Ergebnisse in gängige Formate. Außerdem deckt LEAstudio die typischen Auswertungsschritte der Ultraschallprüfung ab: Zeit-Gating, Amplituden- und Laufzeitauswertung, Signalenergie sowie schwellenwertbasierte OK/NOK-Bewertung.

  • Ja. Die Berichte lassen sich individuell zusammenstellen und können Scan-Bilder, Prüfparameter, Proben-ID, Datum, Bediener, Systemkonfiguration, Schwellenwerte und exportierte Ergebnisse enthalten. Format und Umfang richten sich dabei nach der jeweiligen Prüfaufgabe und den Dokumentationsanforderungen des Kunden.

  • Am Anfang steht ein Anwendungsgespräch. Danach folgen Machbarkeitstests an repräsentativen Proben. Auf dieser Basis werden Prüfkonzept, Systemkonfiguration, Software-Workflow und Integrationsanforderungen festgelegt. Anschließend folgen Abnahmetests, Installation, Inbetriebnahme und die Schulung der Bediener.